ISOBUS

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Heutzutage sind Landtechnikhersteller auf dem Weg zu dem gemeinsamen Ziel der Kompatibilität. Vor ISOBUS waren Landwirte darauf beschränkt, ein bestimmtes Display und ein proprietäres Steuerungssystem zur Bedienung einer Maschine zu verwenden. Wenn sich etwas ändert (z.B. ein Kunde hat eine neue Spritze, einen neuen Traktor usw. gekauft), kann der Display oder die Steuerung aufgrund von Inkompatibilität veraltet sein. ISOBUS löst dies durch die Verwendung standardisierter Anschlüsse, Kommunikationsprotokolle und Betriebsrichtlinien.

Als ein internationales Kommunikationsprotokoll, setzt der ISO11783 (ISOBUS) den Standard für die Elektronik in der Landwirtschaft setzt. Im Wesentlichen bedeutet dies, dass ISOBUS dafür sorgt, dass das Fendt Traktor mit einem Horsch Anbaugerät über ein Amazone Display gesteuert werden kann. Auch die Kommunikation zwischen Gerät und Schlagkartei ist durch das ISO-XML Format standardisiert.

Für die übersichtliche Darstellung, welche Funktionen Display und Anbaugerät im Stande sind zu leisten, wurden die sogenannten ISOBUS-Funktionalität definiert (siehe unten). Nur wenn alle beteiligten ISOBUS-Komponenten die jeweilige Funktionalität unterstützen, sind diese für den Landwirt nutzbar.

Damit Landwirte überprüfen können, welche Geräte miteinander kompatibel sind und welche Funktionalitäten diese unterstützten, stellt die AEF (Zusammenschluss führender Landtechnikhersteller und Verbänden die den ISOBUS-Standard entwickelt haben) mit der ISOBUS-Datenbank ein kostenloses Überprüfungstool zu Verfügung.

ISOBUS Funktionalitäten im Überblick

Universal Terminal UT:

Die Funktion UT bietet die Möglichkeit, mit einem Terminal verschiedene Geräte bedienen zu können.

Auxiliary Control AUX-O/AUX-N:

Zusätzliche Bedienelemente, die das Bedienen von komplexen Geräten erleichtern sollen. Geräte und Funktionen die nach AUX-N (new) zertifiziert sind, können nicht mit Eingabegeräten bedient werden die nach AUX-O (old) zertifiziert sind, gleiches gilt auch in umgekehrter Reihenfolge.

Task-Controller basic TC-BAS:

Der Task-Controller basic kann einfache Dokumentationsarbeiten durchführen. Damit kann beispielsweise die erbrachte Flächenleistung dokumentiert werden.

Task-Controller geo-based TC-GEO:

Mit dem Task-Controller geo-based besteht die Möglichkeit, der ortsbezogenen Datenverarbeitung und Speicherung. Das ist notwendig, wenn Applikationskarten abgearbeitet werden sollen.

Task-Controller Section Control TC-SC:

Mit dem Task-Controller Section Control wird das automatische Abschalten von Teilbreiten in Abhängigkeit von der GPS-Position und dem gewünschtem Überlappungsgrad gesteuert.

Tractor Implement Management TIM:

Mit dem Traktor-Geräte-Management TIM wird eine bidirektionale Kommunikation zwischen Traktor und Anbaugerät ermöglicht. Dabei kann das Anbaugerät bestimmte Funktionen des Traktors steuern und erhöht somit die Effizienz des Gesamtsystems.