Ertragskartierung

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Die Ertragskartierung stand bei der Entwicklung von Precision Farming – in den frühen 1990er-Jahren – am Anfang der Entwicklung. Seitdem hat sich aus technischer Sicht wenig verändert.

Grundlage für die Ertragskartierung ist die Ertragserfassung. Diese erfolgt in der Regel am Elevator des Mähdreschers. Gemessen wird der Durchsatz, als Volumen- oder Massenstrom. Der Volumenstrom kann über Zellräder oder Lichtschranken gemessen werden. Um den Massenstrom aus dem Volumenstrom zu berechnen, muss zusätzlich die Schüttdichte des Ernteguts bekannt sein. Andere Sensoren messen den Massenstrom direkt, indem sie die Kraft bzw. den Impuls messen, den das Erntegut am Elevatorkopf beim Auftreffen auf eine schräg gestellte oder gekrümmte Platte ausübt.
Für die Ertragserfassung muss zusätzlich die Geschwindigkeit un d die Schneidwerksbreite bekannt sein. Aus Geschwindigkeit und Schneidwerksbreite wird die im Messintervall beerntete Fläche berechnet, aus dem Massenstrom wird die im Messintervall geerntete Menge bestimmt. Aus Menge und Fläche wird dann der lokale Ertrag berechnet und mit der aktuellen Position des Mähdreschers abgespeichert.

Ertragskarten zeigen, an welcher Stelle des Schlages wie viel geerntet wurde. Diese Informationen liefern die Basis für eine gezielte Ursachenforschung in Niedrigertragszonen und bieten eine Entscheidungsgrundlage für zukünftige Maßnahmen. Die Ertragskartierung erfolgt in den meisten Fällen über eine Datenaufzeichnung am Mähdrescher oder Feldhäcksler.